Die Geschichte des Hozoin-Ryu Sojutsu



Die Geschichte des Hozoin-Ryu Sojutsu

Die Hozoin-Ryu, eine dem Speerfechten (Sojutsu) gewidmete Kriegskunstschule, wurde von Hozoin Kakuzenbo Hoin Inei (-1607), einem buddhistischen Mönch des Tempels Kofukuji in Nara, Japan gegrEdet. Er war von den kriegerischen KEsten begeistert und Ete sich in der Schwertkunst. Gleichzeitig verfeinerte er, ausgebildet und gefördert von Daizendayu Moritada, einem Meister des Speers sein Können im Umgang mit letzterer Waffe. Es heißt, eines Abends habe er gesehen, wie sich das Spiegelbild der Mondsichel auf dem Sarusawa-Teich mit seinem Speer kreuzte, und sei dadurch zur Entwicklung eines Speers mit kreuzförmiger Klinge und dessen effizienten Gebrauchs im Kampf inspiriert worden, was schließlich zur GrEdung der Hozoin-Ryu fErte.

Später wurde die Lehre der Hozoin-Ryu an Nakamura Naomasa und dann an Takada Matabee Yoshitsugu weitergereicht. Takadas drei beste SchEer gingen dann nach Edo (dem heutigenTokyo), um das Hozoin-Ryu Sojutsu zu verbreiten. Der Ruf der Schule dehnte sich Eer ganz Japan aus und die Zahl ihrer SchEer nahm beständig zu.

Die Kunst des Speerfechtens der Hozoin-Ryu wurde von Generation zu Generation weitergegeben, wobei auch neue Techniken entstanden. Mitte des 19ten Jahrhunderts, gegen Ende des Tokugawa-Shogunats waren viele Meister der Hozoin-Ryu als Lehrer im Kriegskunst-Ausbildungszentrum des Shogunats beschäftigt.

1976 kehrte das Hozoin-Ryu Sojutsu schließlich nach Nara zurEk. 1991 wurde Kagita Chubee zum 20ten Großmeister der Hozoin-Ryu ernannt und leitet die Schule noch heute.


Charakteristisch fE den im Hozoin-Ryu Sojutsu gebrauchten Speer ist seine kreuzförmige Klinge. Dieser Jumonji-Kamayari ist eignet sich hervorragend fE die Offensive ebeso wie fE die Defensive. Denn man kann mit ihm nicht nur stechen, sondern den gegnerischen Speer auch zu Boden rotieren, ihn durchschneiden, niederschlagen oder an ihm entlang rutschen usw. Zur Zeit seiner Erfindung galt dieser Speertyp als hochinnovative Waffe.

Ein altes japanisches Gedicht beschreibt den Speer des Hozoin-Ryu Sojutsu (frei Eersetzt) so:

Stechend ist's ein Speer
Mähend gibt er 'ne Naginata her
Man kann ihn wie 'ne Sichel zieh'n
FE den Gegner gibt es kein Entflieh'n



2008.04.19